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Professionelle Angebote als Freelancer erstellen

Freelit··6 min

Ihr Angebot ist Ihr erster Eindruck

Noch bevor die eigentliche Zusammenarbeit beginnt, beurteilt Ihr Kunde Ihre Professionalitaet anhand eines einzigen Dokuments: Ihrem Angebot. Ein schlampiges, unvollstaendiges oder unuebersichtliches Angebot sendet eine klare Botschaft, und zwar nicht die, die Sie sich wuenschen.

Ein sauberes, gut strukturiertes Angebot dagegen schafft Vertrauen. Es zeigt, dass Sie Ihr Handwerk verstehen und Projekte souveraen managen koennen. Ein Angebot ist Verkaufsinstrument und Geschaeftsdokument zugleich.

Schauen wir uns an, wie Sie Angebote erstellen, die ueberzeugen.

Was ein Freelance-Angebot enthalten muss

Die Pflichtangaben

Ein korrektes Angebot braucht bestimmte formale Angaben. Aber ueber das Minimum hinaus machen diese Elemente den Unterschied:

  • Ihre vollstaendigen Kontaktdaten: Name, Adresse, Steuernummer, E-Mail, Telefon
  • Kundendaten: Firmenname, Ansprechpartner
  • Datum und Angebotsnummer: fuer Nachverfolgung und Buchhaltung
  • Detaillierte Leistungsbeschreibung: nicht nur "Website-Erstellung", sondern die einzelnen Schritte
  • Einzelpreise und Gesamtsumme: netto und brutto je nach Situation
  • Zahlungsbedingungen: Anzahlung, Teilzahlungen, Fristen
  • Gueltigkeitsdauer: ueblicherweise 30 Tage
  • Allgemeine Geschaeftsbedingungen: Korrekturrunden, Fristen, Nutzungsrechte

Leistungsbeschreibung: Seien Sie konkret

Hier scheitern viele Freelancer. "Grafische Ueberarbeitung der Website" sagt dem Kunden wenig. Besser:

  • Analyse des Ist-Zustands und Empfehlungen (1 Tag)
  • Desktop- und Mobile-Designs fuer 5 Seiten (3 Tage)
  • 2 Korrekturschleifen fuer die Designs (2 Tage)
  • Responsive HTML/CSS-Umsetzung (4 Tage)
  • Tests und Go-Live (1 Tag)

Diese Aufschluesselung gibt dem Kunden Sicherheit ueber Ihre Methodik und macht den Preis nachvollziehbar.

Preisgestaltung: Stundensatz, Pauschale oder beides?

Der Stundensatz

Vorteile: Transparent, gut geeignet fuer Projekte mit offenem Umfang.

Nachteile: Der Kunde hat das Gefuehl, dass die Uhr laeuft. Kann Misstrauen erzeugen, wenn die Stunden die Schaetzung uebersteigen.

Wann nutzen: Beratung, laufende Betreuung, explorative Projekte.

Die Pauschale

Vorteile: Der Kunde weiss genau, was er zahlt. Keine boesen Ueberraschungen.

Nachteile: Wenn das Projekt aus dem Ruder laeuft, tragen Sie das Risiko.

Wann nutzen: Klar definierte Projekte mit festem Briefing und Umfang.

Der Hybrid-Ansatz

Bieten Sie eine Pauschale fuer den Kern des Projekts und einen Stundensatz fuer Extras an. Das ist oft die beste Loesung: Der Kunde hat ein klares Budget, und Sie sind geschuetzt, falls der Umfang waechst.

Die Macht der Optionen

Statt einen einzigen Preis zu praesentieren, den der Kunde nur annehmen oder ablehnen kann, bieten Sie 2 bis 3 Optionen an:

  • Option Basis: Das Minimum. Was der Kunde braucht, um loszulegen.
  • Option Standard: Die empfohlene Loesung mit den wichtigsten Funktionen.
  • Option Premium: Die Komplettloesung mit allen Extras.

Diese Strategie hat mehrere Vorteile:

  • Der Kunde fuehlt sich als Entscheider, nicht als Bittsteller
  • Die Frage wechselt von "ja oder nein" zu "welche waehle ich"
  • Die mittlere Option wird am haeufigsten gewaehlt, und die haben Sie auf Ihre Rentabilitaet optimiert

Die Gestaltung zaehlt

Ein Angebot, das als Anhang einer Drei-Zeilen-Mail verschickt wird, wirkt anders als ein durchdachtes Dokument. Einige Tipps:

  • Nutzen Sie Ihr Corporate Design: Logo, Farben, einheitliche Schrift
  • Strukturieren Sie mit klaren Abschnitten: Ertrenken Sie den Kunden nicht in einem Textblock
  • Heben Sie den Gesamtpreis hervor: Der Kunde muss den Preis auf einen Blick finden
  • Versenden Sie als PDF: Nie als editierbares Word- oder Google-Dokument
  • Fuegen Sie eine persoenliche Nachricht bei: individuell formuliert, nicht generisch

Nachverfolgung: Lassen Sie Ihr Angebot nicht versanden

Ein Angebot abschicken und warten ist wie eine Flaschenpost ins Meer werfen. Setzen Sie auf aktives Nachfassen:

  • Tag 2: Eine kurze Nachricht, ob das Angebot angekommen ist und ob es Fragen gibt
  • Tag 7: Eine freundliche Erinnerung mit dem Vorschlag, telefonisch darueber zu sprechen
  • Tag 14: Eine letzte Erinnerung mit Hinweis auf die Gueltigkeitsdauer
  • Wenn nach drei Nachfassaktionen keine Antwort kommt, haken Sie es ab. Ihre Zeit ist wertvoll.

Fazit

Ein professionelles Angebot ist weit mehr als eine Preisliste. Es ist ein Verkaufsinstrument, ein Rahmen fuer die Zusammenarbeit und ein rechtlicher Schutz. Investieren Sie Zeit in die Gestaltung und Sie werden den Unterschied bei Ihrer Abschlussquote spueren.

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